HTW Berlin · Future Realities Lab · SoSe 2026 · Kooperation mit dem Futurium Berlin
<aside>
Erasmus Schmidt Kommunikationsdesign (KD) [6. Semester]
Tade Strehk Informatik für Kultur und Gesundheit (IKG) [6. Semester]
Eddie Huesmann Kommunikationsdesign (KD) [6. Semester]
Begleitet von Prof. Pablo Dornhege (HTW Berlin) und David Weigend (Futurium Berlin)
</aside>

<aside>
Wir halten für wirklich, was unsere Sinne uns zeigen. Dabei ist das, was wir sehen und hören, nur ein schmaler Ausschnitt, zugeschnitten auf einen einzigen Körper. Eine Biene, eine Fledermaus und ein Mensch bewohnen denselben Ort und leben doch in drei verschiedenen Wirklichkeiten. Becoming Many fragt, was passiert, wenn diese Grenzen fallen.
</aside>

<aside>
Du steuerst mit dem ganzen Körper. Am Anfang ist nur Leere, nur Luft, die dich trägt. Dann füllt sich die Landschaft, Sinn für Sinn. Duft wird wahrnehmbar, Wolken, die der Wind umherträgt. Echos legen sich über die Stille und geben ihr Tiefe. Bewegung schreibt sich ein, jedes Zittern hinterlässt seine Bahn, wie vor den Augen einer Libelle. Wärme kommt als eigene Schicht dazu, bis das Kalte und das Lebendige nicht mehr dasselbe sind. Eine Richtung kommt hinzu, das Magnetfeld der Erde, ein Süden, der einfach da ist, ohne dass ihn jemand zeigen muss.
</aside>

<aside>
Jede dieser Ebenen hat eine eigene Stimme. Ein generativer Synthesizer baut die Welt mit, verteilt um dich herum im Raum, sodass ein Sinn nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören ist. Dazu eine Erzählstimme, die dir sagt, wessen Sinn sich gerade öffnet, und laut darüber nachdenkt, was Wahrnehmung eigentlich beweist.
Aus vielen Wahrnehmungen wird eine, und sie ist neu. Du wirst nicht ein anderes Wesen. Du wirst viele. Wie es wirklich ist, eine Fledermaus zu sein, kann niemand wissen. Becoming Many erfindet es: eine ästhetische Antwort auf die Frage, wie die Welt aussähe, wenn der Mensch sich Sinne einfach nehmen könnte. Und, als Gegenfrage, die die Arbeit offen lässt: Bräuchten wir sie überhaupt? Vielleicht ist mehr Wahrnehmung nicht mehr Wirklichkeit. Vielleicht ist Wirklichkeit nichts, was sich addieren lässt.
</aside>
<aside>
<aside>
Work in Progress — Stand: [14.07.26]
Man kann sich frei durch eine prozedural generierte Welt bewegen und sie mithilfe verschiedener Sinne wahrnehmen. Durch die Begegnung mit unterschiedlichen Lebewesen werden nach und nach neue Sinneswahrnehmungen freigeschaltet, die neue Perspektiven auf die Umgebung eröffnen. Jeder neu gewonnene Sinn erweitert und überlagert die bereits vorhandenen, sodass sich das Verständnis der Welt kontinuierlich verändert. Die Welt ist von einer vielfältigen Natur sowie zahlreichen Tieren und anderen Lebewesen bevölkert.
</aside>
<aside>
</aside>
<aside>
Eine gut strukturierte Projektorganisation ist entscheidend für eine effiziente Entwicklung. Ebenso wichtig ist es, das Projekt regelmäßig zu testen, um Fehler frühzeitig zu erkennen und die Funktionalität kontinuierlich zu überprüfen.
</aside>