
Eine Kooperation mit dem Cassiopeia Club auf dem RAW Gelände
Kurzzeitprojekt, 4.5.2026 — 8.5.2026 Betreuung: Prof. Pablo Dornhege, Transmediale Gestaltung
Berliner Clubs sind mehr als Orte der Nacht — sie sind kulturelle Räume mit eigener Geschichte, Atmosphäre und Ästhetik. Wie können wir diese realen Orte durch die Kombination von Technologie und kreativem Ausdruck in hyper-irreale Erlebnisräume transformieren?
In diesem Projekt erforschen 14 Studierende des Studiengangs Kommunikationsdesign der HTW Berlin, wie 3D-Scanning, Virtual Reality und kreative Werkzeuge dienen können, um die Grenzen zwischen Realität und Imagination zu verwischen. Ausgangspunkt ist das RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain: Die Studierenden erkunden und erfassen die Räume des cassiopeia, seiner Umgebung und der kuriosesten Dinge dazwischen direkt vor Ort — mit einer 3D-Scanning-App auf ihren Smartphones und mit 360-Grad-Panoramafotografie. Durch den Einsatz der Game Engine Godot transformieren sie die Scans in hyper-irreale Raum-Klang-Installationen, die als gemeinsam begehbare VR-Welten erlebbar sind — bis zu vier Personen gleichzeitig im selben physischen Raum.
Die entstandenen Arbeiten werden zunächst an der HTW Berlin präsentiert und im Juli 2026 als Installation im cassiopeia im Rahmen des Projekts Rising Spaces ausgestellt.
<aside> <img src="/icons/alien_purple.svg" alt="/icons/alien_purple.svg" width="40px" />
Was ist Hyper-Irrealismus? Hyper-Irrealismus ist eine Reaktion auf traditionelle Strömungen wie Surrealismus und Hyperrealismus und nutzt moderne Technologien für eine tiefere Erkundung von Realität und Wahrnehmung. Er verwendet VR, KI und 3D-Scanning, um Kunstwerke zu schaffen, die herkömmliche physikalische und perzeptive Grenzen überschreiten, und stellt fundamentale Fragen über die Natur der Realität und menschliche Erfahrung in einer digitalisierten Welt.
</aside>

Tauche ein in einen surrealen Drogenrausch im Herzen des Cassiopeia Clubs. Unser Projekt verwandelt die Tanzfläche in eine pulsierende und belebte Imaginären Galaxie. Dies wird visualisiert durch
fliegende Artefakte, psychedelische Lichter und schwebende Skulpturen, welche mit rasanten Beats zu einem hyperrealen Trip verschmelzen. Wer den Photoautomaten betritt, verlässt die physische Welt und findet sich in einer verzerrten Zwischenwelt aus komischen gestalten und Licht wieder. Ein Erlebnis an der Grenze zwischen Ekstase und Halluzination.



Zwischen flackernden Erinnerungen einer Clubnacht und einem nie endenden Traum entfaltet sich eine Welt, die sich eher wie ein Gefühl als ein realer Ort anfühlt. In Afterhour Dream wird der Club zur Halluzination. Realität und digitale Konstruktion beginnen ineinander zu verschwimmen, vertraute Räume lösen sich auf und setzen sich neu zusammen. Der Raum bewegt sich durch den Zustand zwischen Euphorie und Erschöpfung — diesen Moment nach der Nacht, in dem Wahrnehmung, Klang und Erinnerung langsam auseinanderdriften. So entsteht keine dokumentarische Rekonstruktion, sondern eine emotionale Traumwelt, die gleichzeitig vertraut und entrückt wirkt, als würde der Raum selbst beginnen zu träumen.


